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Mantra wird in den Upanishaden ( = philosophische Schriften des Hinduismus) als das fünfte Yoga beschrieben. In Sanskrit leitet sich das Wort aus verschiedenen Wurzeln ab: Mananat bedeutet „Fessel des Geistes“, Trayate gleich „frei“ oder „befreit“, demzufolge können Mantras als eine Kraft der Befreiung verstanden werden.

Mantra bedeutet Schwingungen. Immer wenn Bewegung stattfindet, entsteht eine Schwingung, welche regelmäßige, feine Töne hervorbringt. Die Atome sind ständig in Bewegung und bringen eine Menge an Vibrationen zustande.

Der Geist ist der erste Aspekt beim Mantra Yoga, der übersinnliche Körper ist ein weiterer und die Schallschwingungen bilden den dritten Aspekt. Wir können die Vielzahl der Schwingungen erfahren, wenn wir in einen tieferen Zustand unserer übersinnlichen Seele eintauchen.

Mantras, die von spirituell arbeitenden Menschen genutzt werden, um eine Verbindung mit Gott zu erreichen, nennt man Saguna Mantras. Durch kontinuierliches Rezitieren wird man zu der wahren Gestalt der jeweiligen Gottheit geführt.

Das Ziel der Nirguna Mantras soll eine Identifikation mit der gesamten Schöpfung sein, sie preisen keine Götter oder Götterbilder.

OM ist das abstrakteste, höchste Mantra des Universums. Es ist das eindeutigste Symbol für die Sabdabrahman Schwingung.

Das Universum steigt aus dem OM hervor und löst sich letztendlich im OM auf.

Ein wahres Mantra offenbart sich ursprünglich einem Weisen, der dadurch Selbstverwirklichung erreicht und wird dann von einem Guru an seine Schüler weitergegeben.